Exkursion nach Dachau

Am Mittwoch, den 30. November 2016 fuhren die Schüler der Klassen 10 um 7 Uhr mit dem Bus zum Konzentrationslager Dachau. Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt kamen wir dann ungefähr 9:30 Uhr an.

Um 10 Uhr begrüßte uns unser Guide, Herr Büttner, und begann in die Geschichte des Konzentrationslagers einzuführen. Dabei standen wir vor einem Plan des Geländes und konnten uns somit einen ersten Überblick verschaffen. Danach gingen wir auf den Appellplatz und konnten das Gelände übersehen. Unser weiterer Rundgang führte uns in das Wirtschaftsgebäude, wo wir beispielsweise auch die weiteren Konzentrations- und Vernichtungslager Europas auf einer Karte einsehen konnten. Herr Büttner sagte dazu, dass es schätzungsweise 1500 – 2000 KZs verteilt auf den ganzen Kontinent gab. Ausschwitz gehörte zu den Größten und war ungefähr 10 Mal größer als Dachau. Weiterlesen

Besuch im Konzentrationslager Dachau der Klassenstufe 10

Unser Tag im KZ war ein bewegender Tag. Als erstes gingen wir zum alten Munitionslager der Nazis, welches außerhalb vom KZ lag. Hier wurden uns viele bedrückende Informationen an die Hand gegeben. Danach ging es auch schon zum Tor des Hofes, auf dem „Arbeit macht frei“ steht. Dort wurde uns erklärt wie der Tagesablauf eines normalen Gefangenen war. Die unmenschlichen Bedingungen der Haft sind kaum vorstellbar. Die Zellen in denen die Eingesperrten früher stehen mussten, die Betten oder auch die Waschräume waren am eindrücklichsten. Aber auch die sadistischen Bestrafungsmethoden oder der Umgang mit kranken Menschen konnte man kaum fassen. Das hat uns alle sehr geschockt. Da alle Schüler interessiert waren, wurden viele Fragen gestellt.
Natürlich gab es nicht nur eine Art von Gefangenem. Verschiedene Gruppen, wie etwa politische Gegner, Juden, Homosexuelle usw., wurden mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. So verhinderten die Nazis beispielsweise ein Zusammenwachsen aller Häftlinge zu einer Gruppe, da manche Insassen sich dann für besser hielten als andere. Die Verpflegung war generell nicht gut, verschlechterte sich aber im Laufe des Krieges immer weiter. Zudem sorgten die harte Arbeit und die unzureichende Kleidung für eine hohe Todesrate.
Aus dem KZ konnte man aber nicht fliehen, denn sobald man den Rasenstreifen vor den Zäunen des Lagers betrat, wurde man erschossen oder starb am Elektrozaun. Danach sind wir zu den Öfen und Gaskammern gegangen und konnten uns somit gut in die Lage versetzen, wie schlimm es damals war. Die einzelnen Räumlichkeiten verströmten eine verstörende Stimmung. Gegen Ende sind wir zum Mahnmal des Konzentrationslagers gegangen.
Es war sehr interessant das KZ mit eigenen Augen zu sehen und vor Ort noch mehr Informationen zu diesem Thema zu erhalten.

Sebastian Unger, 10a

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Museumsgang: Ein Traum von Rom

Das große Rom ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete Sie?
Bertolt Brecht (1898 – 1956), deutscher Schriftsteller
(Auszug aus: Fragen eines lesenden Arbeiters)

Um historische Kompetenz auszubilden, ist es unabdingbar verschiedene Forschungsfelder der Geschichtswissenschaft zu betreten. Besonders im Bereich der Alltagsgeschichte, welche im Klassenzimmer respektive aus dem Schulbuch nur wenig plastisch herausgearbeitet werden kann, erweist sich eine Exkursion stets als fruchtbarste Annäherung. Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Rom“ bot sich nun der Ausflug in das Landesmuseum Württemberg an, das mit der Ausstellung „Ein Traum von Rom“ lockte. Den Schülerinnen und Schülern der Realschule Lenningen wurde in diesem Zusammenhang nicht nur die Vorbildfunktion der römischen Hegemonialmacht auf Südwestdeutschland im städtebaulichen Sinne offenkundig, sondern eben auch wie die Menschen damals lebten.

Die Schülerin Lisa der 6a schildert diesen ereignisreichen Tag wie folgt: Weiterlesen

Exkursion in die Steinzeit

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Am Freitag, den 21. November 2014 besuchte die Klasse 5b in Begleitung von Frau und Herrn Erlenmaier im Rahmen des Geschichtsunterrichts das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren.
Im beeindruckend schön renovierten Museum erlebten die Schüler wie die Menschen der Steinzeit im Blaubeurer Urdonautal ihren Alltag bewältigten.

Wo wohnten die Steinzeitmenschen?
Wie kleideten sie sich?
Wovon ernährten sie sich?
Welche Waffen und Werkzeuge benutzten sie?
Wie erlegten sie Tiere?
Wie machten sie Feuer?

Solche Fragen beantworteten sich während der Führung sehr anschaulich und einprägsam.
Besonderes Augenmerk galt der Kunst der Steinzeit. Und dazu bietet das Blaubeurer Museum Einmaliges, das sogar internationale Besucher anlockt. Die Venus vom Hohlefels, eine 40000 Jahre alte Eiszeitfigur aus Mammutelfenbein, die 2008 bei Ausgrabungen am Hohlefels entdeckt wurde, ist die weltweit älteste Darstellung eines Menschen.

Aber auch das vermutlich älteste Musikinstrument der Menschheit, eine Schwanenflügelflöte, wurde gezeigt. Welch schönen Klang solch ein Instrument hervorbringt, bekamen wir zu hören.

Da im Deutschunterricht in Kürze Sagen behandelt werden, bot sich ein Spaziergang zum Blautopf an, dem sagenumwobenen Karstsee. Dort siedelte Mörike die „Historie von der schönen Lau“ an.
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