Schüler helfen Schülern

Bericht aus „Der Teckbote“ vom 30.05.2015:

Sie haben Holzofenbrot, Kuchen, Holz- und Näharbeiten verkauft und in ihrer Freizeit viele andere Dinge an den Mann gebracht. Der Fantasie waren in den WVR-Projekten der Achtklässler der Lenninger Realschule kaum Grenzen gesetzt. Mit dem erwirtschafteten Betrag helfen die Schüler Ausbildungszentren in Nigeria.

Foto: Jean-Luc Jacques

Foto: Jean-Luc Jacques

7 300 Euro kamen in diesem Schuljahr durch das Engagement der Jugendlichen zusammen. „So einen hohen Betrag haben wir noch nie erreicht“, sagt der Koordinator für das themenorientierte Projekt Wirtschaften, Verwalten und Recht (WVR) an der Lenninger Realschule, Karl-Heinz Ritter. „Eine Gruppe hat gleich drei Aktionen gestemmt“, so lautet ein Erklärungsversuch des Lehrers. Positiv ausgewirkt hätten sich zudem der Verkauf von Holzofenbrot und die Hilfe der Eltern. Seit 18 Jahren unterstützt die Realschule Lenningen das Village Pioneer Project (VPP) in Nigeria. In dieser Zeit haben die Schüler insgesamt knapp 79 000 Euro erwirtschaftet.

Wichtig ist der Realschule, dass das wirtschaftliche Handeln der Schüler einem sozialen Zweck dient. „Die angestrebten Kompetenzen und Inhalte werden mit dem Fach Religion verbunden“, erklärt Ritter. Ausgehend von biblischen Geschichten bemühen sich die Jugendlichen um soziale Gerechtigkeit – konkret wird das in der Unterstützung des VPP. Bereits in der siebten Klasse waren die Schüler im Fächerverbund Erdkunde, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde über den Kontinent Afrika, das Land Nigeria und das Projekt informiert worden.

Hatten frühere Jahrgänge beispielsweise Computerkurse für Senioren angeboten, Konzerte organisiert oder Altpapier gesammelt, so waren den Ideen auch dieses Jahr wieder keine Grenzen gesetzt: Ob der Verkauf von Waffeln, Kuchen oder Punsch – von Owen über die Lenninger Ortsteile bis Erkenbrechtsweiler hatten die 87 Achtklässler in Kleingruppen zwischen den Herbst- und den Osterferien an ganz unterschiedlichen Orten ihre Stände aufgebaut. Angeboten wurden auch Dekoartikel sowie Holz- und Näharbeiten, und sie übernahmen die Bewirtung des Elternsprechtags.

Der zweifellos größte Tag war jedoch der Besuch von Olatunji Akomolafe (Komo). Stolz auf das Erreichte übergaben sie dem 59-jährigen Chef des VPP den üppigen Scheck.

Anke Kirsammer

Hilfe für Nigeria

wvr_komo_2014
Einmal mehr unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 durch den Erlös aus ihren WVR-Aktionen das Village Pioneer Projekt in Nigeria.
Dem Gründer des VPP Olatunji Akomolafe – besser bekannt als “Komo” – konnten die stolzen Achtklässler einen Scheck in Höhe von 6000,- Euro überreichen.

„Schüler helfen Schülern“

wvr_2013Fleißig und engagiert haben Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr im Rahmen des Projektfaches „WVR“ zahlreiche Aktionen durchgeführt. Eine Gruppe aus der Klasse 8b organisierte einen Computerkurs für Senioren. Die überwiegende Zahl der Schülergruppen hat sich jedoch für den Verkauf verschiedener Produkte und Waren entschieden. Anlässe waren z.B. die Adventszeit, der Elternsprechtag an unserer Schule, Sportveranstaltungen oder auch Gottesdienste. Auch in diesem Jahr durften die Schüler ihre Verkaufstände in der Nähe von Supermärkten oder Einkaufszentren aufbauen (REWE, Marktkauf, Müller, Nahkauf, Schuh Schmid).
Den Erlös dieser Aktionen – einschließlich eines Geldbetrags aus dem Eine-Welt-Laden – konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a, 8b und 8c Herrn Olatunji Akomolafe zur Förderung der schulischen Bildung im „Village Pioneer Project“ (VPP) in Westnigeria übergeben. Diese Spende von 6 000 € soll in diesem Jahr für die Einrichtung eines Labors, die Ausstattung einer Werkstatt und die Anschaffung neuer Bücher für die Sekundarstufe eingesetzt werden.

Karl-Heinz Ritter