Verabschiedung von der guten Seele der Mensa des Schulzentrums Oberlenningen

 

Ob Geschnetzeltes mit Reis, Lenninger Allerlei oder Schneiderfleck – der Mittagstisch der Mensa des Oberlenninger Schulzentrums erfreut sich seit nunmehr 11 Jahren großer Beliebtheit. Zu verdanken ist dies zu einem nicht unerheblichen Teil der Frau der ersten Stunde, Margret Schade. Mit viel Know-how, Engagement und Herzblut machte sie die Mensa zu dem, was sie heute ist. Doch „Nothing gold can stay“ und so wurde Frau Schade am Donnerstag, den 27. September, von Vertretern der Lenninger Gemeinde, Mensa-Mitarbeitern, Elternvertretern sowie Lehrern der Werkreal- und Realschule und des SBBZ in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Die Vielfalt der Gäste in der Aula ließ erahnen, wie sehr Frau Schade nicht nur von den tagtäglich bekochten Schülern und Lehrern, sondern auch von den Eltern sowie der Gemeinde geschätzt wurde.

Einen Rückblick auf ihr Wirken gab Herr Merkle, Rektor der Werkrealschule, zum Auftakt der Veranstaltung. Als die Mensa im Jahr 2007 noch in ihren Kinderschuhen steckte und die Inbetriebnahme vorstellbar viel Kenntnisreichtum und Improvisationsvermögen bedurfte, bewies Margret Schade ihr Organisationstalent. Dass sie der Mensa durch ihr Vorgehen mit ganzem Herzen und Verstand zum Erfolg verhalf, betonte ebenfalls der Amtsleiter der Gemeinde Lenningen, Herr Kern.

Jedes Jahr gelang es ihr aufs Neue, ehrenamtliche Mitarbeiter, aktuell 110 an der Zahl, für die gute Sache zu gewinnen und auch über längere Zeiträume auf sie zählen zu können. Hierdurch erst wurde es möglich, dass Generationen von Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums von Montag bis Donnerstag eine warme, frisch zubereitete und gesunde Mahlzeit bekamen und bekommen. Kochten Frau Schade und ihr Team in der Anfangszeit mehr als 80 Essen pro Tag, sind es heute bis zu 200 Mahlzeiten, die täglich voller Vorfreude entgegengenommen werden.

Es sind jedoch nicht nur die leckeren, abwechslungsreichen Speisen, welche die Schüler dazu verleiten, die Mensa der Chipstüte auf dem Pausenhof vorzuziehen. Die Rektorin der Realschule, Frau Salzgeber, schlüsselte das Geheimnis ihrer Anziehungskraft wie folgt auf: „Das Gesamtpaket überzeugt die Schüler. Die Mahlzeiten haben eine hervorragende Qualität und die Mensa ist liebevoll dekoriert. Frau Schade hat einen Rahmen geschaffen, in dem alle in familiärer Atmosphäre gemeinsam zu Mittag essen können.“

Fragt man Schüler und Mensa-Mitarbeiter, wie sie Frau Schade charakterisieren würden, fällt ein Wort besonders häufig: Sie ist sehr hilfsbereit. Bei Problemen mit der Küchenausstattung war Frau Schade sofort vor Ort, kein Kind musste die Mensa mit leerem Bauch verlassen und bei der Durchführung großer Projekte rund ums Thema Kochen stand sie bereitwillig mit Rat und Tat zur Seite.

„Mein größtes Ziel war, dass den Kindern das Essen schmeckt. Diese Rückmeldungen haben mich immer am meisten gefreut“, verrät Frau Schade in einem persönlichen Gespräch.

Mit einem Spektrum, das weit über Geschnetzeltes mit Reis und Schneiderfleck hinausgeht, hat sie dieses Ziel mehr als erreicht und eine vielversprechende Basis für das Weiterbestehen der Mensa geschaffen.

Eva Hauser, Presse