Bericht: „Der Teckbote“ vom 01.10.2015
Schüler für das Thema Flucht zu sensibilisieren, war das Ziel einer zweiwöchigen Unterrichtseinheit von Acht- bis Zehntklässlern, die an der Lenninger Realschule den bilingualen Zug gewählt haben. Zum Abschluss des Schwerpunktthemas bekamen sie Besuch von zwei Flüchtlingen aus Gambia.
Anke Kirsammer
Samsudeen Kebbeh (links) und Yusupha Gomez erzählen Lenninger Realschülern vom Leben in Gambia und ihrer Flucht nach Deutschland. Mit 20 anderen Asylbewerbern wohnen die beiden Flüchtlinge derzeit in Ochsenwang.Foto: Deniz Calagan
Lenningen. „Habt ihr Kontakt zu eurer Familie?“, will ein Zehntklässler von den beiden Flüchtlingen aus Gambia wissen. Samsudeen Kebbeh, den alle kurz Sam nennen, und Yusupha Gomez ziehen ihre Smartphones aus der Tasche. „Mobile is so important“, betont Sam. „Es ist so wichtig, um Kontakt zur Familie zu halten“, sagt er auf Englisch, und er erzählt, dass er seinen dritten Sohn aufgrund der Flucht noch kein einziges Mal gesehen hat. „Manchmal ist es schwer, zu schlafen, weil meine Gedanken immer bei meiner Familie sind“, sagt er. Die Bilder aus dem Fernsehen über Flüchtlingsströme im Hinterkopf, erfahren die Schüler in dieser Unterrichtsstunde aus erster Hand, was Asylbewerber durchmachen, bis sie eine Bleibe gefunden haben. Für die Realschüler bekommt das Flüchtlingsdrama damit ein Gesicht. Weiterlesen





